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Wilder Freiger -  Schwarzenstein -  Larmkogel

 

Keiner von uns konnte sich erinnern, jemals so lange und soweit auf eine Hütte gegangen zu sein, wie auf das Becherhaus im Stubai unterm Wilden Freiger. Der Aufstieg begann im hintersten Ridnauntal bei einer stillgelegten Erzaufbereitungsanlage zunächst sehr moderat über den weiten Almboden der Agglsalm. In unzähligen Kehren, an Felsabbrüchen und kleinen Bächen vorbei gelangten wir in ein wildes Hochtal zur Grohmannhütte und über die nächste Steilstufe zur Tepplitzerhütte 2.586 m. Durch eine großartige Hochgebirgslandschaft über Moränen und Gletscherschliffe erreichten wir die letzte Hürde, den schroffen, aber gut versicherten Gipfelaufbau hinauf zum Becherhaus 3.195 m. Alle 14 AVler mussten erstmal die umliegenden Stubaier Paradegipfel -Zuckerhütl, Wilder Paff und das Ziel für nächsten Tag den Wilden Freiger von der Terrasse aus bestaunen.

Der freundliche und rührige Wirt erzählte uns von "seinem Haus": Es wurde bereits 1894 eröffnet, unter großen Mühen wurde das Material vom Tal raufgeschleppt, es wurde "Kaiserin-Elisabeth-Schutzhaus" genannt. Sie hatte ihren Besuch bereits angekündigt, wurde jedoch kurz vorher in Genf ermordet. Im Haus besuchten wir auch die sehenswerte Kapelle "Maria im Schnee".
Die Gruppe teilte sich - der Großteil stieg eisfrei auf den Wilden Freiger 3.418 m und über den Roten Grat hinunter ins Tal. Die anderen kletterten zum Übeltalferner und kehrten auf der Aufstiegsroute zurück ins Ridnauntal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser nächstes Ziel war der Schwarzenstein 3.369 m im Zillertal. Wir 12 AVler stiegen von St. Johann im Südtiroler Ahrntal über die urige Daimeralm und die Schneereste des Rothbachkees hinauf zur Schwarzensteinhütte 3.026 m. Gerade im mit Fixseilen und Leitern versicherten Steig erwischte uns ein heftiges Gewitter, es goss in Strömen, Schnee und Hagel waren auch dabei, es blitzte und krachte um uns herum. Der Spuk war bald vorbei, an der Hütte angekommen schien schon wieder die Sonne.
Die neue Bergunterkunft - erst 2018 eröffnet - soll einen Felsklotz symbolisieren, sechsstöckig und sechseckig mit glänzender Kupferfassade.
Innen sehr gemütlich, einfach aber praktisch, wir ließen es uns gut gehen in der schönen Stube mit den großzügigen Paroramafenstern.
Den Aufstieg zum Gipfel über steiles Blockwerk und über das recht flache Schwarzensteinkees schafften alle locker. Nach dem Gipfelschnapserl ging es über den gleichen Weg wieder zur Hütte und zurück ins Tal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch eine Zwei-Tagestour zu einem Dreitausender hatten wir im Programm, diesmal in die Venedigergruppe zum Larmkogel. Vom großen Parkplatz in Bramberg fuhren wir kräftesparend mit dem Tälerbus ins Habachtal zum Gasthof Alpenrose. Wir nahmen den direkten Anstieg über den versicherten Noitroisteig zur Neuen Thüringerhütte 2.201 m. Die Mittagspause genoßen wir bei sonnigem Wetter auf der Terrasse. Der Weg war noch weit, erst über grüne Matten, dann steil in Serpentinen auf grobem Weg gings bergan zur Larmkogelscharte 2934 m. Das Gipfelkreuz sahen wir bereits, wir folgten dem Grat und erreichten seilversichert den höchsten Punkt des Larmkogel 3.017 m. Die Eisriesen der Hohen Tauern - vorallem der Großvenediger waren zum Greifen nah, unter uns der tiefgründige Kratzenbergsee, daneben unser Ziel die Fürtherhütte.  Lange genoßen wir 17 AVler die Aussicht von diesem prächtigen Logenplatz.
Unten auf der Fürtherhütte wurden wir herzlich aufgenommen und verbrachten einen vergnüglichen Abend.
Der kurzweilige Abstieg ins Hollersbachtal vermittelte uns einen bleibenden Eindruck dieses großartigen Gebietes. Nun konntan wir wählen - 13 km durch das Tal  wandern oder doch in den Tälerbus einsteigen....

Christl Zembsch

Weitere Bilder zu den Touren findet ihr in der Bildergalerie......


 

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